Off the Records #1 Ein verlegener Verleger

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Aljoscha Walser

In einem Land, ausserhalb der Eurozone, war ich mit einem Verleger essen. Er verantwortet einen großen, wunderbaren Verlag von dem es heisst, es gäbe Menschen, die bereit wären Geld dafür zu bezahlen um für diesen Verlag arbeiten zu dürfen. Es ist auch kein kleiner Verlag, immerhin erscheinen dort mehr als 200 Titel im Jahr.

Die Antwort des Verlegers auf zwei meiner Fragen machen mich sehr nachdenklich: Weiterlesen

Kreditrahmen in Millionenhöhe für Bastei-Beteiligung Daedalic

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Aljoscha Walser

Daedalic ist eine Softwarefirma, die Spiele herstellt und an der Bastei Lübbe eine Mehrheitsbeteiligung hält. Zu den großen Herausforderungen der Softwareindustrie zählt, dass Software aus Sicht der Banken nicht “bankable” ist. Das heißt, sie wird eigentlich nicht als Sicherheit für Kredite akzeptiert. Es gibt Ausnahmen, aber die sind selten. Insofern ist diese Meldung bemerkenswert. Denn keine Bank vergibt Kredite ohne Sicherheiten. Wo kommen die also in diesem Fall her? Weiterlesen

Mediendienstleister durch VG Wort-Urteil verunsichert

Im Mai 2016, kurz vor der Jahreskonferenz der Deutschen Fachpresse, haben wir die Mediendienstleister in unserem Panel gefragt:

Wird das BGH-Urteil negativen Einfluss auf Ihr Geschäft haben?Auswirkungen des VG Wort-Urteils für Mediendienstleister

Nur 45% der Dienstleister waren sich sicher, dass das BGH-Urteil zu den VG Wort-Ausschüttungen keine Auswirkungen auf ihr Geschäft hat. Ein Panel-Teilnehmer meinte dazu:
„Die potenziell betroffenen Verlage sind verunsichert und befürchten – individuell unterschiedlich – z.T. existenzbedrohende Rückzahlungsforderungen. Das führt bei Verlagen zur vollständigen Blockade von Investitionen, obwohl perspektivisch gerade jetzt in Rationalisierungsoptionen investiert werden müsste.“

Konsequenzen für digitale Mediendienstleister und ihre Verlagskunden

Wenn 45% Weiterlesen

Eine Frage an den Detail-Teufel landet vor Gericht

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Aljoscha Walser

“Should digital sales be counted as license income, or as sales?”

Die Frage mag zunächst einmal spitzfindig klingen, verweist aber auf mehrere Probleme. Eines, das nicht unterschätzt werden sollte, ist die Frage:
Können Verlage abrechnungstechnisch überhaupt Einzellizenzen und Verkäufe separat gegenüber ihren Autoren darstellen?
Es steht zu vermuten, dass die Abrechnungssoftware vieler Verlage die Differenzierung überhaupt nicht kann, bzw. nicht implementiert hat.

Author Sues S&S over E-book Royalties: publishersweekly

Technologietrends bei (Fach)-Verlagen

Die Frage nach der Relevanz von Technologietrends für die Verlagsbranche stellt sich durch die rasante Entwicklung täglich neu. Inhalt der aktuellen Narses-Panelbefragung ist die Einschätzung der digitalen Medienzulieferindustrie zu 17 technologischen Leitbegriffen.

Verglichen mit den wahrgenommenen Prioritäten von Verlagskunden ist erkennbar, dass Verlage den Trend zum Fokus auf End-User-Experience noch nicht erkannt haben. Fragt man gezielt nach Fachverlagen, zeigt sich, dass die Dienstleister hier einen grundsätzlichen Vorsprung in Sachen IT und End-User-Orientierung wahrnehmen.

Die vollständigen und detaillierten Studienergebnisse “Technologische Trends aus der Sicht digitaler Mediendienstleister und ihrer (Fach-)Verlagskunden“ können Sie ab sofort hier kostenfrei anfordern.

Hinweis

Erste Ergebnisse hatten wir bereits im Buchreport-Artikel (pdf) anlässlich des Publishers’ Forum veröffentlicht.

Vortrag: Digitaler Mediendienstleister

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Aljoscha Walser

Vortragsfolien vom Kongress der Deutschen Fachpresse Mai 2016.
“Digitale Mediendienstleister”. Zusammenfassung bestehender Studienergebnisse, sowie aktuelle Erkenntnisse zum Thema “Technologische Trends”.
Stichworte: Wünsche an die Verlagskunden, Motive für IT-Entscheidungen, Recruiting, wirtschaftlicher Status und Ausblick (Dez. 2015), welche technischen Lösungen Fachverlage nachfragen.
PDF   Vortragsfolien

Feedback zu “Vergabekriterien für einen Rettungsschirm”

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Aljoscha Walser

Unser Blogbeitrag zu möglichen Kriterien für einen Rettungsschirm für kleine Verlage wurde in der Fachpresse häufig zitiert, abgeschrieben und übernommen. Das freut uns. Die charmanteste Formulierung fand Matthias Koeffler, der Verleger von Langendorfs Dienst. Er überschrieb seine Zusammenfassung zu den Kriterien für den Rettungsschirm mit “BAFöG für Verlage“.

Artikel im Buchreport

Warum mir der geplante Rettungsschirm für Kleinverlage so wichtig ist

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Aljoscha Walser

Sollten die Zahlen des Börsenvereins zutreffen, woran ich nicht zweifle, dann haben rund 1.000 Verlage in Deutschland ein existenzielles wirtschaftliches Problem. Anderenfalls bräuchte man keinen Schutzschirm.
Laut statistischem Bundesamt gab es 2012 etwas über 2.200 Verlage in Deutschland, wovon der Börsenverein 1800 vertritt. Würden rund die Hälfte aller Betriebe einer anderen Branche vor dem Umfallen stehen, würde diese Nachricht die Schlagzeilen der nationalen Wirtschaftspresse dominieren. Die Buchbranche wird scheinbar nicht wahrgenommen. E-Autos profitabler Konzerne scheinen der Politik wesentlich wichtiger als die deutschen Verlagslandschaft.
Ohne Alarmismus betreiben zu wollen: Es steht nicht gut um “meine” Branche und ich habe keine Lust auf eine andere umzuschulen.

Vergabekriterien für einen Kleinkunst-Schutzschirm für Verlage

Der Börsenverein engagiert sich dafür, Finanzmittel vom Staat für einen Fonds einzuwerben, um Verlage, die von der Rückzahlungsforderung der VG Wort existenziell betroffen sind, zu unterstützen. “Ein Modell, an dem gerade gearbeitet wird, ist ein Darlehensfonds, der Überbrückungshilfen leisten könnte,” so Alexander Skipis vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels (Interview). Mögliche Vergabekriterien für den Schutzschirm sind jedoch völlig unklar. Weiterlesen

Bastei Lübbe investiert – wieder nicht in digitale Kompetenz

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Aljoscha Walser

Zuletzt investierte Bastei Lübbe in Nebenmärkte, nun gibt es Zukäufe im analogen Romatikportfolio: Wir meinen: Digital First sieht anders aus. Hier wird das Geld der Aktionäre nicht zum Aufbau digitaler Exzellenz verwendet, sondern mehr nach dem Motto: “Business as usual.” Der Börsenkurs zuckt ein wenig, ist aber immer noch weit vom Ausgabekurs entfernt.
Bewertung: Auch dieser Schritt ist kein erkennbarer Schritt nach vorne.

Artikel bei buchreport.de
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